Erhaltung der Schweiz als Wasserschloss
- ShortId
-
26.4193
- Id
-
20264193
- Updated
-
23.10.2026 12:20
- Language
-
de
- Title
-
Erhaltung der Schweiz als Wasserschloss
- AdditionalIndexing
-
52;04
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas, doch der Klimawandel stellt diese Gewissheit infrage: Die Sommer werden trockener, die Gletscher schmelzen, und der Grundwasserspiegel sinkt. Die Wasserrückhaltefähigkeit gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. </p><p>Die Schweiz verfügt jedoch über keine nationale Strategie für die Wasserbewirtschaftung und -speicherung. Die bestehenden kantonalen Strategien bilden wichtige Grundlagen, doch Wasser macht nicht an den Kantonsgrenzen Halt. Laut einer Umfrage des Bundesamts für Umwelt nennen mehrere Kantone das Fehlen nationaler Rechtsgrundlagen und einer Datenerhebung als Hindernisse für angemessene Massnahmen. Daher ist eine nationale Strategie erforderlich, die es dank einheitlicher Datenbanken ermöglicht, den Wasserbedarf, die Wasserverfügbarkeit und die Wasserspeicherung besser aufeinander abzustimmen. </p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Akteuren (Kantone, Landwirtschaft, Wasserversorger, Energieversorger, Wissenschaft, Umweltorganisationen, Industrie usw.) zu prüfen, wie der Aspekt der Wasserspeicherung in der für 2027 geplanten nationalen Wasserstrategie gestärkt werden kann, und diese Strategie um folgende Aspekte zu ergänzen: </p><ul><li>Verstärkung der Massnahmen zur Wasserspeicherung und -rückhaltung in Oberflächengewässern, Böden, technischen Anlagen und im Grundwasser (Versickerungsbecken, Rückhaltebecken, „Schwammstädte“, Regenwassernutzung, Stärkung der Pufferfunktion der Böden); </li><li>Einführung einer nationalen Koordinierung der Wasserressourcen, einschliesslich einer Wasserbilanz und der entsprechenden rechtlichen Grundlagen, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und die Wasserressourcen optimal zu nutzen (dabei sind auch die Wasserentnahmen für Landwirtschaft und Industrie zu berücksichtigen, die derzeit grösstenteils nicht erfasst werden); </li><li>Festlegung von Mindestzielen für die Wasserwirtschaft auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Zuständigkeiten der Kantone und Gemeinden in diesem Bereich;</li><li>Prüfung der Eignung der bestehenden Förderinstrumente auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Leitlinien der Strategie zur Wasserbewirtschaftung und -speicherung.</li></ul>
- Erhaltung der Schweiz als Wasserschloss
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas, doch der Klimawandel stellt diese Gewissheit infrage: Die Sommer werden trockener, die Gletscher schmelzen, und der Grundwasserspiegel sinkt. Die Wasserrückhaltefähigkeit gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. </p><p>Die Schweiz verfügt jedoch über keine nationale Strategie für die Wasserbewirtschaftung und -speicherung. Die bestehenden kantonalen Strategien bilden wichtige Grundlagen, doch Wasser macht nicht an den Kantonsgrenzen Halt. Laut einer Umfrage des Bundesamts für Umwelt nennen mehrere Kantone das Fehlen nationaler Rechtsgrundlagen und einer Datenerhebung als Hindernisse für angemessene Massnahmen. Daher ist eine nationale Strategie erforderlich, die es dank einheitlicher Datenbanken ermöglicht, den Wasserbedarf, die Wasserverfügbarkeit und die Wasserspeicherung besser aufeinander abzustimmen. </p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Akteuren (Kantone, Landwirtschaft, Wasserversorger, Energieversorger, Wissenschaft, Umweltorganisationen, Industrie usw.) zu prüfen, wie der Aspekt der Wasserspeicherung in der für 2027 geplanten nationalen Wasserstrategie gestärkt werden kann, und diese Strategie um folgende Aspekte zu ergänzen: </p><ul><li>Verstärkung der Massnahmen zur Wasserspeicherung und -rückhaltung in Oberflächengewässern, Böden, technischen Anlagen und im Grundwasser (Versickerungsbecken, Rückhaltebecken, „Schwammstädte“, Regenwassernutzung, Stärkung der Pufferfunktion der Böden); </li><li>Einführung einer nationalen Koordinierung der Wasserressourcen, einschliesslich einer Wasserbilanz und der entsprechenden rechtlichen Grundlagen, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und die Wasserressourcen optimal zu nutzen (dabei sind auch die Wasserentnahmen für Landwirtschaft und Industrie zu berücksichtigen, die derzeit grösstenteils nicht erfasst werden); </li><li>Festlegung von Mindestzielen für die Wasserwirtschaft auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Zuständigkeiten der Kantone und Gemeinden in diesem Bereich;</li><li>Prüfung der Eignung der bestehenden Förderinstrumente auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Leitlinien der Strategie zur Wasserbewirtschaftung und -speicherung.</li></ul>
- Erhaltung der Schweiz als Wasserschloss
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