Schaffung eines Fonds zur Unterstützung der Landwirtschaft und des Ernährungssystems angesichts der Klimaerwärmung

ShortId
26.4274
Id
20264274
Updated
29.10.2026 16:16
Language
de
Title
Schaffung eines Fonds zur Unterstützung der Landwirtschaft und des Ernährungssystems angesichts der Klimaerwärmung
AdditionalIndexing
55;52;24;36
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Landwirtschaft und das Ernährungssystem müssen sich rasch an den Klimawandel anpassen. Es werden erhebliche finanzielle Mittel erforderlich sein, um die Inlandversorgung sicherzustellen und gleichzeitig die Umweltbelastung zu begrenzen. Der aktuell geringe finanzpolitische Spielraum und das begrenzte Agrarbudget erlauben es derzeit nicht, diese Herausforderungen zu bewältigen.</p><p>Die Schweizer Landwirtschaft ist von der Klimakrise besonders stark betroffen. Zwar verursacht sie zwischen 13 und 16&nbsp;Prozent der Treibhausgasemissionen und trägt dabei zur Krise bei, zugleich ist sie deren Folgen aber auch in vollem Umfang ausgesetzt. Die Zunahme extremer Wetterereignisse setzt die Landwirtschaft immer stärker unter Druck. Die Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Ernten oder neuer Krankheiten stellen eine zusätzliche Belastung für diesen Sektor dar, dessen wirtschaftliche Tragbarkeit bereits gefährdet ist.</p><p>Es werden finanzielle Mittel benötigt, um Trockenperioden zu bewältigen. Dazu gehören die Entwicklung effizienter Systeme zur Bewässerung und zur Wasserbewirtschaftung, die Schaffung landschaftlicher Strukturelemente zum Schutz des Bodens vor Erosion sowie Schutzmassnahmen gegen Hagel und Spätfrost. Erforderlich sind auch Mittel für Anbaumethoden, die die Speicherung von CO₂ ermöglichen und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität fördern. Vorrangig sind zudem die Züchtung robuster, an die veränderten Klimabedingungen angepasster Pflanzensorten und Tierrassen sowie die Entwicklung innovativer Lösungen, um die Ausbreitung von Schädlingen einzudämmen. Den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten des Bundes kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Landwirtschaft und das Ernährungssystem müssen gemeinsame Anstrengungen zur Dekarbonisierung unternehmen. Handlungsbedarf besteht bei Gebäuden, Geräten und Maschinen, Betriebsmitteln, Transporten, Lager-, Verarbeitungs- und Vertriebsinfrastrukturen sowie bei den Energiequellen.</p><p>Auch die Innovation muss gefördert werden.</p><p>Es gilt, die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten zu evaluieren und zu klären, welche Rolle die öffentliche Hand übernehmen soll.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, der prüft, ob es angebracht und notwendig ist, einen Fonds zu schaffen, damit der Landwirtschaft und dem Ernährungssystem die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um sich an die neue Klimarealität anzupassen und ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dabei wären auch der Umfang eines solchen Fonds, die am besten geeignete Form sowie die damit verbundenen Auswirkungen zu ermitteln.</p>
  • Schaffung eines Fonds zur Unterstützung der Landwirtschaft und des Ernährungssystems angesichts der Klimaerwärmung
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Landwirtschaft und das Ernährungssystem müssen sich rasch an den Klimawandel anpassen. Es werden erhebliche finanzielle Mittel erforderlich sein, um die Inlandversorgung sicherzustellen und gleichzeitig die Umweltbelastung zu begrenzen. Der aktuell geringe finanzpolitische Spielraum und das begrenzte Agrarbudget erlauben es derzeit nicht, diese Herausforderungen zu bewältigen.</p><p>Die Schweizer Landwirtschaft ist von der Klimakrise besonders stark betroffen. Zwar verursacht sie zwischen 13 und 16&nbsp;Prozent der Treibhausgasemissionen und trägt dabei zur Krise bei, zugleich ist sie deren Folgen aber auch in vollem Umfang ausgesetzt. Die Zunahme extremer Wetterereignisse setzt die Landwirtschaft immer stärker unter Druck. Die Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Ernten oder neuer Krankheiten stellen eine zusätzliche Belastung für diesen Sektor dar, dessen wirtschaftliche Tragbarkeit bereits gefährdet ist.</p><p>Es werden finanzielle Mittel benötigt, um Trockenperioden zu bewältigen. Dazu gehören die Entwicklung effizienter Systeme zur Bewässerung und zur Wasserbewirtschaftung, die Schaffung landschaftlicher Strukturelemente zum Schutz des Bodens vor Erosion sowie Schutzmassnahmen gegen Hagel und Spätfrost. Erforderlich sind auch Mittel für Anbaumethoden, die die Speicherung von CO₂ ermöglichen und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität fördern. Vorrangig sind zudem die Züchtung robuster, an die veränderten Klimabedingungen angepasster Pflanzensorten und Tierrassen sowie die Entwicklung innovativer Lösungen, um die Ausbreitung von Schädlingen einzudämmen. Den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten des Bundes kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Landwirtschaft und das Ernährungssystem müssen gemeinsame Anstrengungen zur Dekarbonisierung unternehmen. Handlungsbedarf besteht bei Gebäuden, Geräten und Maschinen, Betriebsmitteln, Transporten, Lager-, Verarbeitungs- und Vertriebsinfrastrukturen sowie bei den Energiequellen.</p><p>Auch die Innovation muss gefördert werden.</p><p>Es gilt, die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten zu evaluieren und zu klären, welche Rolle die öffentliche Hand übernehmen soll.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, der prüft, ob es angebracht und notwendig ist, einen Fonds zu schaffen, damit der Landwirtschaft und dem Ernährungssystem die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um sich an die neue Klimarealität anzupassen und ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dabei wären auch der Umfang eines solchen Fonds, die am besten geeignete Form sowie die damit verbundenen Auswirkungen zu ermitteln.</p>
    • Schaffung eines Fonds zur Unterstützung der Landwirtschaft und des Ernährungssystems angesichts der Klimaerwärmung

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