Bandenmässig organisierte Täter aus Frankreich stehlen bei uns Autos und richten dabei vielfach hohen Sachschaden an, dies auch in Regionen, die nicht an Frankreich grenzen. Wie kontert die Schweiz?

ShortId
26.7401
Id
20267401
Updated
08.06.2026 16:14
Language
de
Title
Bandenmässig organisierte Täter aus Frankreich stehlen bei uns Autos und richten dabei vielfach hohen Sachschaden an, dies auch in Regionen, die nicht an Frankreich grenzen. Wie kontert die Schweiz?
AdditionalIndexing
1216;2811;08
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p>Fahrzeugkriminalität ist auch in der Schweiz kein neu aufkommendes Deliktsfeld. Stand heute hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) Kenntnis von schweizweit rund 435 Einbrüchen oder Einbruchsversuchen in Garagenbetriebe seit Anfang 2025. Im Jahr 2026 beläuft sich die Zahl auf mindestens 116 Einbrüchen oder Einbruchsversuche. Das Phänomen erstreckt sich nicht ausschliesslich auf die Westschweiz – auch die Deutschschweiz ist davon betroffen. </p><p>&nbsp;</p><p>Die Tätergruppierungen agieren nun auch über den Jurabogen in Richtung Ostschweiz hinaus. Das Phänomen ist dabei häufig als eine Erscheinungsform organisierter Kriminalität zu betrachten. Die kriminellen Gruppierungen hinter den Taten sind mutmasslich hauptsächlich in Frankreich, aber gemäss Europol auch in Spanien und Italien zu verorten. Sie funktionieren dabei nach dem Prinzip des «Crime-as-a-Service», nach welchem kriminelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten werden. Die Tatausführenden in der Schweiz, meist junge Männer, haben oft keinen Bezug zu den Auftraggebern. Sie nehmen Aufträge über Social Media oder Chatkanäle entgegen. Seit Anfang 2025 wurden mindestens 24 aus Frankreich stammende Personen durch die Schweizer Polizei angehalten beziehungsweise festgenommen. Die internationalen Ermittlungen führten zudem zu ersten Verhaftungen mutmasslicher Organisatoren in Frankreich. </p><p>&nbsp;</p><p>Fedpol unterstützte bislang koordinativ die zahlreichen in den Kantonen laufenden Ermittlungen und mit dem Ausland. Grundsätzlich fallen Einbrüche und Diebstähle in die Zuständigkeit der kantonalen Strafverfolgungsbehörden. Aufgrund der Lageentwicklung, der Bezüge zum Ausland und dem «Crime-as-a-Service»-Phänomen haben Bund und Kantone im Rahmen der Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefinnen und -chefs entschieden, eine nationale operative Taskforce einzurichten. Die Gesamtleitung liegt bei fedpol. Ziel der Taskforce ist es, dieses Phänomen gezielt zu durchbrechen. Der Fokus liegt dabei ausschliesslich auf repressiven Massnahmen wie zum Beispiel der Identifikation, Aufklärung und Zerschlagung der dahinterstehenden Täterstrukturen und Organisatoren – auch mit Bezug zu Netzwerken im Ausland. Präventionsmassnahmen werden von den Kantonen festgelegt und umgesetzt.</p></span>
  • <p>- Welche Erkenntnisse bestehen über diese Banden?<br>- Wie hat sich die Anzahl solcher Taten in den letzten fünf Jahren entwickelt?<br>- Welche Kantone und Grenzregionen sind besonders betroffen?<br>- Seit wann weiten sich diese Taten (z.B. in die Ostschweiz) aus?<br>- Wie hat sich die Zusammenarbeit mit den französischen Behörden in der letzten Zeit entwickelt?<br>- Welche konkreten Massnahmen wurden ergriffen?&nbsp;<br>- Gibt es zusätzliche Handlungsbedarf, z.B. bei Fahndung, Überwachung von Hehlernetzwerken oder Grenzkontrollen?</p>
  • Bandenmässig organisierte Täter aus Frankreich stehlen bei uns Autos und richten dabei vielfach hohen Sachschaden an, dies auch in Regionen, die nicht an Frankreich grenzen. Wie kontert die Schweiz?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p>Fahrzeugkriminalität ist auch in der Schweiz kein neu aufkommendes Deliktsfeld. Stand heute hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) Kenntnis von schweizweit rund 435 Einbrüchen oder Einbruchsversuchen in Garagenbetriebe seit Anfang 2025. Im Jahr 2026 beläuft sich die Zahl auf mindestens 116 Einbrüchen oder Einbruchsversuche. Das Phänomen erstreckt sich nicht ausschliesslich auf die Westschweiz – auch die Deutschschweiz ist davon betroffen. </p><p>&nbsp;</p><p>Die Tätergruppierungen agieren nun auch über den Jurabogen in Richtung Ostschweiz hinaus. Das Phänomen ist dabei häufig als eine Erscheinungsform organisierter Kriminalität zu betrachten. Die kriminellen Gruppierungen hinter den Taten sind mutmasslich hauptsächlich in Frankreich, aber gemäss Europol auch in Spanien und Italien zu verorten. Sie funktionieren dabei nach dem Prinzip des «Crime-as-a-Service», nach welchem kriminelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten werden. Die Tatausführenden in der Schweiz, meist junge Männer, haben oft keinen Bezug zu den Auftraggebern. Sie nehmen Aufträge über Social Media oder Chatkanäle entgegen. Seit Anfang 2025 wurden mindestens 24 aus Frankreich stammende Personen durch die Schweizer Polizei angehalten beziehungsweise festgenommen. Die internationalen Ermittlungen führten zudem zu ersten Verhaftungen mutmasslicher Organisatoren in Frankreich. </p><p>&nbsp;</p><p>Fedpol unterstützte bislang koordinativ die zahlreichen in den Kantonen laufenden Ermittlungen und mit dem Ausland. Grundsätzlich fallen Einbrüche und Diebstähle in die Zuständigkeit der kantonalen Strafverfolgungsbehörden. Aufgrund der Lageentwicklung, der Bezüge zum Ausland und dem «Crime-as-a-Service»-Phänomen haben Bund und Kantone im Rahmen der Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefinnen und -chefs entschieden, eine nationale operative Taskforce einzurichten. Die Gesamtleitung liegt bei fedpol. Ziel der Taskforce ist es, dieses Phänomen gezielt zu durchbrechen. Der Fokus liegt dabei ausschliesslich auf repressiven Massnahmen wie zum Beispiel der Identifikation, Aufklärung und Zerschlagung der dahinterstehenden Täterstrukturen und Organisatoren – auch mit Bezug zu Netzwerken im Ausland. Präventionsmassnahmen werden von den Kantonen festgelegt und umgesetzt.</p></span>
    • <p>- Welche Erkenntnisse bestehen über diese Banden?<br>- Wie hat sich die Anzahl solcher Taten in den letzten fünf Jahren entwickelt?<br>- Welche Kantone und Grenzregionen sind besonders betroffen?<br>- Seit wann weiten sich diese Taten (z.B. in die Ostschweiz) aus?<br>- Wie hat sich die Zusammenarbeit mit den französischen Behörden in der letzten Zeit entwickelt?<br>- Welche konkreten Massnahmen wurden ergriffen?&nbsp;<br>- Gibt es zusätzliche Handlungsbedarf, z.B. bei Fahndung, Überwachung von Hehlernetzwerken oder Grenzkontrollen?</p>
    • Bandenmässig organisierte Täter aus Frankreich stehlen bei uns Autos und richten dabei vielfach hohen Sachschaden an, dies auch in Regionen, die nicht an Frankreich grenzen. Wie kontert die Schweiz?

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