Übersterblichkeit im Hitzesommer: Welche Konsequenzen zieht der Bundesrat?
- ShortId
-
26.7641
- Id
-
20267641
- Updated
-
21.09.2026 15:58
- Language
-
de
- Title
-
Übersterblichkeit im Hitzesommer: Welche Konsequenzen zieht der Bundesrat?
- AdditionalIndexing
-
2841;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Gemäss dem Mortalitätsmonitoring des Bundesamtes für Statistik wurde zwischen Mitte Juni und Ende August 2026 vor allem bei den über 65-Jährigen eine Übersterblichkeit festgestellt. In dieser Altersgruppe wurden rund 570 hochgerechnete Todesfälle mehr registriert als statistisch im mehrjährigen Vergleich erwartet, was 4% über dem üblichen Niveau dieser Beobachtungsperiode liegt. Bei den unter 65-Jährigen lag die hochgerechnete Zahl der zusätzlichen Todesfälle bei rund 40 beziehungsweise 2,4%. Besonders auffällig waren zwei Zeiträume mit Übersterblichkeit: Ende Juni lag die Sterblichkeit etwa 15% über dem für diese Jahreszeit erwarteten Wert, Anfang August rund 13%. Diese Phasen fielen mit den ausgeprägtesten Hitzeperioden des Sommers 2026 zusammen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass bereits die Vergleichsjahre mehrere Hitzeperioden enthielten.</p><p> </p><p>Der bundesrätliche Aktionsplan «Anpassung an den Klimawandel» definiert den Handlungsbedarf für den Bund. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schutz der Bevölkerung vor der Hitze. Der Aktionsplan für die Jahre 2026 bis 2031 befindet sich aktuell in Erarbeitung und wird voraussichtlich noch dieses Jahr verabschiedet. Der Bundesrat hat sich zudem nach der Sommerpause mit der Hitze- und Trockenheitssituation in der Schweiz beschäftigt und erste Massnahmen beschlossen. Zusätzlich prüft das EDI aktuell, wie landesweit einheitliche Hitzekarten und Worst-Case Analysen umgesetzt werden können und welche zusätzlichen Grundlagen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung nötig sind. </p><p>Die Verantwortung für den Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen wird von Bund und Kantonen gemeinsam getragen. Es ist wichtig, dass alle Akteure prüfen, wie die Schutzmassnahmen weiter gestärkt werden können.</p>
- <p>Wie hoch war die Übersterblichkeit während der Hitzeperioden im Sommer 2026 gegenüber der statistisch erwarteten Sterblichkeit – in absoluten Zahlen und in Prozent sowie aufgeschlüsselt nach den verfügbaren Altersgruppen – und welchen Handlungsbedarf sieht der Bundesrat in seinem Zuständigkeitsbereich, um insbesondere ältere Menschen und andere vulnerable Bevölkerungsgruppen besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen?</p>
- Übersterblichkeit im Hitzesommer: Welche Konsequenzen zieht der Bundesrat?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Gemäss dem Mortalitätsmonitoring des Bundesamtes für Statistik wurde zwischen Mitte Juni und Ende August 2026 vor allem bei den über 65-Jährigen eine Übersterblichkeit festgestellt. In dieser Altersgruppe wurden rund 570 hochgerechnete Todesfälle mehr registriert als statistisch im mehrjährigen Vergleich erwartet, was 4% über dem üblichen Niveau dieser Beobachtungsperiode liegt. Bei den unter 65-Jährigen lag die hochgerechnete Zahl der zusätzlichen Todesfälle bei rund 40 beziehungsweise 2,4%. Besonders auffällig waren zwei Zeiträume mit Übersterblichkeit: Ende Juni lag die Sterblichkeit etwa 15% über dem für diese Jahreszeit erwarteten Wert, Anfang August rund 13%. Diese Phasen fielen mit den ausgeprägtesten Hitzeperioden des Sommers 2026 zusammen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass bereits die Vergleichsjahre mehrere Hitzeperioden enthielten.</p><p> </p><p>Der bundesrätliche Aktionsplan «Anpassung an den Klimawandel» definiert den Handlungsbedarf für den Bund. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schutz der Bevölkerung vor der Hitze. Der Aktionsplan für die Jahre 2026 bis 2031 befindet sich aktuell in Erarbeitung und wird voraussichtlich noch dieses Jahr verabschiedet. Der Bundesrat hat sich zudem nach der Sommerpause mit der Hitze- und Trockenheitssituation in der Schweiz beschäftigt und erste Massnahmen beschlossen. Zusätzlich prüft das EDI aktuell, wie landesweit einheitliche Hitzekarten und Worst-Case Analysen umgesetzt werden können und welche zusätzlichen Grundlagen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung nötig sind. </p><p>Die Verantwortung für den Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen wird von Bund und Kantonen gemeinsam getragen. Es ist wichtig, dass alle Akteure prüfen, wie die Schutzmassnahmen weiter gestärkt werden können.</p>
- <p>Wie hoch war die Übersterblichkeit während der Hitzeperioden im Sommer 2026 gegenüber der statistisch erwarteten Sterblichkeit – in absoluten Zahlen und in Prozent sowie aufgeschlüsselt nach den verfügbaren Altersgruppen – und welchen Handlungsbedarf sieht der Bundesrat in seinem Zuständigkeitsbereich, um insbesondere ältere Menschen und andere vulnerable Bevölkerungsgruppen besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen?</p>
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