Zusammenarbeit im Steuer- und Finanzmarktbereich. Abkommen mit Österreich

Details

ID
20120051
Title
Zusammenarbeit im Steuer- und Finanzmarktbereich. Abkommen mit Österreich
Description
Botschaft vom 20. April 2012 zur Genehmigung des Abkommens mit Österreich über die Zusammenarbeit im Steuer- und Finanzmarktbereich
InitialSituation
<p><b>Meidenmitteilung des Bundesrates vom 20.04.2012</b></p><p><b>Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Quellensteuerabkommen mit Österreich </b></p><p><b>Der Bundesrat hat die Botschaft zum Quellensteuerabkommen mit Österreich verabschiedet. Es soll wie die analogen Abkommen mit Deutschland und Grossbritannien im Juni dieses Jahres von den Eidgenössischen Räten beraten werden und am 1. Januar 2013 in Kraft treten. </b></p><p>Das Quellensteuerabkommen zwischen der Schweiz und Österreich wurde am 13. April 2012 unterzeichnet und entspricht weitgehend den Abkommen mit Deutschland und Grossbritannien. Unterschiede bestehen vor allem in den Steuersätzen. Der Betrag für die pauschale Einmalzahlung zur Regularisierung der Vergangenheit liegt je nach Dauer der Bankbeziehung und der Vermögenshöhe zwischen 15 und 38 Prozent. Für die Besteuerung künftiger Kapitalerträge gilt ein Einheitssatz von 25 Prozent. Dies entspricht der österreichischen Kapitalertragsteuer. Die Schweiz und Österreich haben zudem vereinbart, wichtige Hindernisse bei grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen zu beseitigen sowie die Bedingungen für Bankbewilligungen in Österreich zu erleichtern. Der Vertrieb von Effektenfonds wird vereinfacht.Die Quellensteuerabkommen bilden einen wichtigen Teil der Finanzplatzstrategie des Bundesrates. Die Abkommen ermöglichen in effizienter Weise, ausländische Steuerpflichtige mit Bankkonten in der Schweiz unter Wahrung des Schutzes ihrer Privatsphäre gemäss den Regeln ihres Wohnsitzstaates zu besteuern. Für die Vertragsparteien kommt das vereinbarte System in seiner Wirkung dem automatischen Informationsaustausch im Bereich der Kapitaleinkünfte dauerhaft gleich.</p><p></p><p>Grossbritannien macht Gebrauch von Meistbegünstigungsklausel </p><p>In Ausübung der Meistbegünstigungsklausel, welche die Schweiz und das Vereinigte Königreich im Änderungsprotokoll vom 20. März 2012 vereinbart hatten, haben die beiden Vertragsparteien die Steuersätze im britischen Abkommen angepasst. Diese werden an die Sätze im deutschen Abkommen angeglichen, das heisst der Minimalsteuersatz bei der Regularisierung der Vergangenheit wird auf 21 Prozent (statt 19) und der Maximalsteuersatz auf 41 Prozent (statt 34) erhöht. Nicht von dieser Änderung betroffen sind die in Grossbritannien wohnhaften, aber nicht ansässigen so genannten "Non-UK domiciled individuals"; ihr anwendbarer Einheitssatz von 34 Prozent bleibt unverändert.</p>
Objectives
  • Number
    0
    Text
    Botschaft vom 20. April 2012 zur Genehmigung des Abkommens mit Österreich über die Zusammenarbeit im Steuer- und Finanzmarktbereich
    Resolutions
    Date Council Text
  • Number
    1
    Text
    Bundesbeschluss über die Genehmigung des Abkommens zwischen der Schweiz und Österreich über die Zusammenarbeit in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt
    Resolutions
    Date Council Text
    29.05.2012 2 Beschluss gemäss Entwurf
    30.05.2012 1 Zustimmung
    15.06.2012 2 Annahme in der Schlussabstimmung
    15.06.2012 1 Annahme in der Schlussabstimmung
Proceedings
Updated
09.04.2025 00:29

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