Armeebotschaft 2026
Details
- ID
-
20260025
- Title
-
Armeebotschaft 2026
- Description
-
Armeebotschaft 2026 vom 20. März 2026
- InitialSituation
-
<h2 class="Titel_d"><strong>Medienmitteilung des Bundesrates vom 20.03.2026</strong></h2><p class="Standard_d"><strong>Armeebotschaft 2026: Bundesrat stärkt die Abwehr von Angriffen aus der Distanz</strong></p><p class="Standard_d"><strong>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 die Armeebotschaft 2026 verabschiedet. Er beantragt dem Parlament Verpflichtungskredite von rund 3,4 Milliarden Franken. Im Zentrum stehen der Ausbau der bodengestützten Luftverteidigung, der Schutz vor Drohnen sowie zusätzliche Fähigkeiten im Cyberraum. Damit stärkt der Bundesrat die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus der Distanz und hybride Konflikte.</strong></p><p class="Standard_d">Der Krieg Russlands gegen die Ukraine markiert eine sicherheitspolitische Zäsur, deren Auswirkungen auch die Schweiz spürt. Angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage muss die Armee wieder stärker auf die Verteidigung ausgerichtet werden und die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus Distanz und hybride Konflikte – muss gestärkt werden. Darauf liegt der Fokus der Rüstungsprogramme der nächsten Jahre.</p><p class="Standard_d">Der Schwerpunkt des Rüstungsprogramms 2026 liegt auf der Abwehr von Bedrohungen aus der Luft. So soll die bodengestützte Luftverteidigung im unteren und mittleren Luftraum durch zwei Rüstungsvorhaben gestärkt werden: Indem die Armee zusätzliche Feuereinheiten vom Typ IRIS-T SLM beschafft, können ein grösserer Raum abgedeckt und zusätzliche kritische Infrastrukturen geschützt werden (1 Milliarde Franken). Zudem sollen die beschränkt wirkenden und teils veralteten Fliegerabwehrsysteme kleinerer Reichweite ersetzt werden (800 Millionen Franken).</p><p> </p><p class="Standard_d">Schutz vor Mini-Drohnen erhöhen</p><p class="Standard_d">Mit einem weiteren Vorhaben sollen militärische Verbände, die Zivilbevölkerung sowie kritische Infrastrukturen vor Mini-Drohnen geschützt werden (70 Millionen Franken). In Ergänzung dazu muss das Luftlagebild im unteren und mittleren Luftraum verbessert werden, indem das veraltete Taktische Fliegerradar TAFLIR durch ein teilmobiles Radarsystem mittlerer Reichweite ersetzt wird (150 Millionen Franken).</p><p> </p><p class="Standard_d">Mitnutzung ziviler Datennetze und Fähigkeiten zur elektronischen Kriegführung erweitern</p><p class="Standard_d">Zwei zusätzliche Rüstungsvorhaben sollen die Resilienz des Nachrichtenverbunds und der Sensoren sowie der Führung und Vernetzung stärken: Zum einen will die Armee weltraumgestützte Fähigkeiten aufbauen (30 Millionen Franken). Zum anderen sollen die Möglichkeiten zur Mitnutzung ziviler Datennetze erweitert werden (100 Millionen Franken). Schliesslich sollen im Cyberraum und elektromagnetischen Raum die Fähigkeiten zur elektronischen Kriegführung ergänzt werden (240 Millionen Franken).</p><p class="Standard_d">Zudem sollen zum persönlichen Eigenschutz der Armeeangehörigen sämtliche Truppengattungen mit neuen Pistolen ausgerüstet (50 Millionen Franken) werden.</p><p> </p><p class="Standard_d">Zusatzkredit für Kampfflugzeuge F-35A</p><p class="Standard_d">Nebst dem Rüstungsprogramm legt der Bundesrat dem Parlament einen Bundesbeschluss zur Finanzierung der Mehrkosten im Zusammenhang mit der Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge F-35A vor (394 Millionen Franken). Der beantragte Zusatzkredit, der das von der Stimmbevölkerung bewilligte Finanzvolumen einhält, ermöglicht es der Schweiz, voraussichtlich 30 Kampfflugzeuge zu beschaffen.</p><p> </p><p class="Standard_d">Modernisierung von Immobilien und Lärmschutz</p><p class="Standard_d">Für das Immobilienprogramm beantragt der Bundesrat 562 Millionen Franken. Eine unterirdische Anlage, um Flugzeuge der Luftwaffe geschützt unterzubringen (Kaverne), muss nach den heutigen Ausbau- und Sicherheitsstandards instandgesetzt werden (48 Millionen Franken). In der Umgebung der Militärflugplätze Emmen, Meiringen und Payerne sollen weitere Schallschutzmassnahmen getroffen werden (30 Millionen Franken). Die Infrastruktur auf dem Schiessplatz Vugelles-La Mothe soll saniert und modernisiert werden (36 Millionen Franken). Bauliche Massnahmen zugunsten der sicheren und krisenresistenten Telekommunikation sollen umgesetzt werden, um die Verbindungen zwischen dem standortgebundenen Führungsnetz Schweiz und mobilen sowie teilmobilen Netzen der Armee zu verbessern (19 Millionen Franken).</p><p class="Standard_d">Für bauliche Massnahmen im Zusammenhang mit dem Kampfflugzeug F-35A (89 Millionen Franken) sowie für die Sanierung einer Führungsanlage (20 Millionen Franken) müssen Zusatzkredite beantragt werden. Schliesslich sollen verschiedene Ausbauten und Werterhaltungsmassnahmen an bestehenden Immobilien realisiert werden, wofür 320 Millionen Franken beantragt werden.</p>
- Objectives
-
-
- Number
-
0
- Text
-
Armeebotschaft 2026 vom 20. März 2026
- Resolutions
-
-
- Number
-
1
- Text
-
Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2026
- Resolutions
-
-
- Number
-
2
- Text
-
Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2026
- Resolutions
-
-
- Number
-
3
- Text
-
Bundesbeschluss über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A
- Resolutions
-
- Proceedings
-
<h2 class="Titel_d"><strong>Medienmitteilung der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates vom 14.04.2026</strong></h2><p class="Standard_d"><strong>Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates (SiK-S) beantragt einstimmig, dem Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm und dem Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS zuzustimmen. Anträge auf die Beschaffung der Pistole 26 zu verzichten und die Mittel für die Abwehr von Mini-Drohnen aufzustocken, wurden abgelehnt. Mit 11 zu 1 Stimmen beantragt die Kommission überdies dem Bundesbeschluss zur Finanzierung der Mehrkosten im Zusammenhang mit der Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge F-35A zuzustimmen. Mit dem gleichen Stimmverhältnis lehnte sie einen entsprechenden Nichteintretensantrag ab.</strong></p><p class="Standard_d">Angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage erachtet es die SiK-S als unabdingbar, dass die Verteidigungsfähigkeit der Armee erhöht und die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus Distanz und hybride Konflikte – gestärkt werden soll. Während beim Rüstungsprogramm die Beschaffung zusätzlicher Feuereinheiten für die bodengestützte Luftverteidigung und der Ersatz der teils veralteten Fliegerabwehrsysteme unbestritten waren, wurden die Anträge auf die Beschaffung der Pistole 26 zu verzichten und dafür den Verpflichtungskredit für den Schutz vor Mini-Drohnen um 50 Millionen zu erhöhen mit 10 zu 1 Stimme bei 1 Enthaltung bzw. mit 10 zu 2 Stimmen abgelehnt. Die Mehrheit begrüsst die Beschaffung der Pistole 26, die sämtliche Sicherheitsanforderungen erfüllt, kostengünstiger als die Konkurrenzmodelle ist und dank Produktion im Inland die Versorgungssicherheit stärkt. Überdies unterstützt die Mehrheit den Ausbau des Schutzes vor Mini-Drohnen in dem vom Rüstungsprogramm vorgesehenen Finanzrahmen. Sie erachtet ein stufenweises Vorgehen als sinnvoll, zumal sich die technischen Fähigkeiten im Bereich der Drohnenabwehr sehr schnell entwickeln. Die Minderheit erachtet die Beschaffung der Pistole für die Milizformationen als nicht dringlich. In ihren Augen könnten die dafür vorgesehenen finanziellen Mittel effizienter für einen stärkeren Ausbau des Schutzes vor Mini-Drohnen verwendet werden.</p><p class="Standard_d">Nebst dem Rüstungsprogramm beriet die SiK-S auch die Änderung des Bundesbeschlusses über die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A. Die Mehrheit erachtet es als zwingend, den vorgesehenen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken zu bewilligen, um es der Schweiz zu ermöglichen, zumindest 30 F-35A zu beschaffen und das von der Stimmbevölkerung genehmigte Finanzvolumen für die Flugzeugbeschaffung auszuschöpfen. Dabei betont die Mehrheit, dass es aus sicherheitspolitischen Überlegungen mindestens 55 bis 70 Kampflugzeuge bräuchte, um die Schweiz nachhaltig vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen. Die Minderheit warnt, dass die F-35A-Kampfflugzeuge der Schweiz finanzpolitisch noch weit grössere Schwierigkeiten bereiten werden als bisher und die mit der Beschaffung verbunden Unsicherheiten gross bleiben werden, weshalb sie den Zusatzkredit ablehnt.</p><p class="Standard_d">Bei der Immobilienbotschaft VBS unterstützt die Kommission sämtliche beantragten Vorhaben im Umfang von 562 Millionen Franken.</p><p class="Standard_d">Die Armeebotschaft (<a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20260025">26.025</a>), die insgesamt Verpflichtungskredite von rund 3,4 Milliarden Franken beinhaltet, wird in der Sommersession im Ständerat behandelt.</p><p> </p><h2 class="Titel_d"><strong>Auskünfte</strong></h2><p class="Auskünfte_d">Sekretariat der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK)</p><p class="Auskünfte_d"><a href="mailto:sik.cps@parl.admin.ch">sik.cps@parl.admin.ch</a></p><p class="Auskünfte_d"><a href="https://www.parlament.ch/de/organe/kommissionen/sachbereichskommissionen/kommissionen-sik">Sicherheitspolitische Kommission (SiK)</a></p>
- Updated
-
17.04.2026 09:39
Back to List